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Leitfaden

Sicher aus China importieren: die 7 Schritte

Von Sourcetrium (C&K) · Veröffentlicht am 8. Oktober 2026

Kurz gesagt: Der Import aus China für Ihr Geschäft gelingt in 7 Schritten: Bedarf genau festlegen, die richtigen Lieferanten finden und prüfen, Muster freigeben, die Produktion starten und begleiten, die Qualität vor dem Versand kontrollieren, Transport und Zoll organisieren und die Ware entgegennehmen. Die meisten Probleme entstehen, weil ein Schritt ausgelassen oder schlecht vorbereitet wurde.

1. Den Bedarf genau festlegen

Am Anfang steht ein klares Lastenheft. Je genauer es ist, desto weniger böse Überraschungen erleben Sie.

Ein vages Lastenheft führt zu Angeboten, die sich nicht vergleichen lassen, und zu Produkten, die nicht Ihren Vorstellungen entsprechen.

2. Lieferanten finden und prüfen

In China gibt es Tausende Fabriken und Zwischenhändler. Die Herausforderung ist nicht, sie zu finden, sondern die richtigen: diejenigen, die Ihre Produktart tatsächlich herstellen, in Ihrer Größenordnung und in gleichbleibender Qualität.

Prüfen Sie mindestens, ob das Unternehmen rechtlich existiert, ob es sich um eine Fabrik oder einen Händler handelt, welche Erfahrung es mit Ihrem Produkt hat und ob es die Vorschriften Ihres Marktes erfüllen kann.

3. Muster anfordern und freigeben

Starten Sie nie eine Produktion, ohne ein Muster in der Hand gehalten zu haben. Nur so lässt sich die tatsächliche Qualität beurteilen: Haptik, Nähte, Stabilität, Farbe, Geruch, Verpackung. Das freigegebene Muster wird zur Referenz, an der die Produktion gemessen wird.

4. Die Produktion starten und begleiten

Nach der Freigabe des Musters wird die Bestellung schriftlich bestätigt: Spezifikationen, Mengen, Preis, Lieferzeiten, Zahlungsbedingungen und Incoterm. Üblich ist eine Anzahlung bei Produktionsbeginn und die Restzahlung vor dem Versand. Eine regelmäßige Begleitung während der Produktion deckt Verzögerungen oder Abweichungen auf, bevor es zu spät ist.

5. Die Qualität vor dem Versand kontrollieren

Das ist der wichtigste Schritt – und der am häufigsten vernachlässigte. Eine Inspektion vor dem Versand, direkt in der Fabrik anhand einer Stichprobe (nach der AQL-Methode), prüft, ob die Ware dem freigegebenen Muster entspricht. Wird ein Problem in diesem Moment entdeckt, lässt es sich noch beheben. Ist die Ware erst angekommen, wird alles deutlich komplizierter.

6. Transport und Zoll organisieren

Je nach Volumen und Dringlichkeit reist die Ware per Schiff, Flugzeug oder Bahn. Bei der Ankunft muss sie verzollt werden: Zollanmeldung, gegebenenfalls Zölle und Einfuhrumsatzsteuer. Wer sich darum kümmert, hängt vom gewählten Incoterm ab. Bei einer verzollten Lieferung (DDP) ist alles bis zu Ihrer Tür geregelt.

7. Die Ware entgegennehmen und prüfen

Prüfen Sie bei der Lieferung die Anzahl der Kartons, ihren Zustand und eine Stichprobe der Produkte, bevor Sie unterschreiben. Vermerken Sie jede Auffälligkeit sofort auf dem Lieferschein.

Die häufigsten Fehler

Häufige Fragen

Muss man nach China reisen, um zu importieren? Nein. Mit einem Partner vor Ort, der die Fabriken prüft und die Ware inspiziert, lässt sich alles aus der Ferne abwickeln.

Wie lange dauert ein Import? Das hängt vom Produkt, von der Produktion und vom Transportweg ab. Jedes Angebot nennt eine realistische Lieferzeit.

Kann man auch kleine Mengen importieren? Ja, je nach Produkt. Die Mindestbestellmengen (MOQ) sind von Fabrik zu Fabrik verschieden und oft verhandelbar.

Quellen und nützliche Links

Allgemeine Informationen ohne Gewähr. Für Ihren konkreten Fall wenden Sie sich an uns oder an eine Fachperson.


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